Tag 6 - 7

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Tag 6 – Blaue Moschee und Rallyepark

Kallis Knie geht es besser, Mo’s nicht. Zum Frühstück wurden uns Cai (türkischer Tee), Nescafe und kleine Teilchen serviert, um 10 geht es los, Kolonne zur Blauen Moschee. Diesmal tatsächlich mit allen Fahrzeugen hintereinander – bis auf das Schweizer Team. Aus Versehen wurde deren Volvo 244 rückwärts auf einen Bordstein gesetzt, so dass der Tank aufgerissen wurde und dessen Inhalt auf den Parkplatz plätschert. Unsere Salatschüssel versucht das schlimmste zu verhindern, doch da alle anderen Teams abfahren, schließen wir uns an. Das Schweizer Team schien sowieso sehr gut vorbereitet und hatte auch nun die Ruhe weg. Auf der Suche nach Anschluss zur Kolonne fanden wir schon die ersten Opfer, in diesem Fall Rücklichtgläser auf der Straße. Über die 2. Bosporusbrücke zurück, zeriss die Kolonne dann doch in der Innenstadt. Unter Simons Anleitung finden wir dann doch zum Platz und stellen unser Auto ab. Direkt nebenan ist ein nett angelegter, kleiner Friedhof irgendwelcher wichtiger Menschen, mit einem anschließenden keinen Cafe. Gestärkt mit türkischen Kaffee geht’s zurück zum Platz und im Anschluss zum Rosengarten des Friedens im Schlosspark, wo wir unseren 2. Rosenstock eingraben. Auf dem Weg zurück besorgen wir uns 2 Boxen Baklava, das sind kleine türkische Teilchen, enorm süß und enorm lecker, wie sich noch herausstellte. Der Baklava Verkäufer war entzückt und wir ließen es uns nicht nehmen, ihm einen Schäffler Bräu Aufkleber zu hinterlassen. In einem Kebap und Spezialitäten Laden besorgen wir uns Mittagessen und vernichten im Anschluss eine Box Baklava. Diese und der wenige Schlaf der letzten Tage hat einigen von uns die Lichter ausgeschossen. So schlafen wir noch einige Minuten in den Autos vor der Blauen Moschee, bis es erneut per Kolonne aus der Stadt herausgeht zum AOR Rallyepark.

 

Dieser wurde vor 4 Jahren von der Stadt Istanbul bereitgestellt und dient als Gelände für Bauten, Pflanzungen und weitere Aktionen, die sich das Organisationskommittee zum guten Zweck einfallen lässt. Mittlerweile schon traditionsgemäß reißt die Kolonne ab und Simon navigiert uns zusammen mit einem Fahrzeug des israelischen Teams zum richtigen Ort. Unterwegs sammeln wir etwa 5 weitere Teams ein und suchen den Park. Wir verfahren uns völlig und irren mit den anderen Teams etwas im Umkreis der kleinen Stadt Sancaktepe herum. Mit zwei anderen Teams halten wir und versuchen uns durchzufragen. Ein betrunkener Türke, der kein Wort englisch spricht versucht sich mit uns auszutauschen bevor er mit seinem Motorrad wegfährt. Zum Glück treffen wir dann einen weiteren Türken, der einige Zeit in Hamburg gelebt hat und gut deutsch spricht. Er vermutet er weiß wohin und 2 Mädels vom Team #44 Orient Taxi fahren bei ihm mit um die Vermutung zu bestätigen. Der aufdringliche betrunkene Türke ist zurück und beizeiten wird es unangenehm, bis nach unendlichen 35 Minuten die 3 Davongefahrenen schließlich wieder zurück sind und uns zum Rallyepark führen. Es ist enorm schön hier auf der Spitze des kleinen Hügels mit Blick auf den See und die im Vorjahr gepflanzten Baumreihen. Außerdem gibt es 2 Toiletten und gar eine Dusche in dem kleinen Gebäude – was will man mehr? Wir finden uns im VIP Areal mit Bordercross, Fehlzündung und meh ein. Kalli und Carlos fahren nochmal los um Bier und Essen zu besorgen, wir bauen unser „Festzelt“ mit Bordercross, die eine Plane an ihren Feuerwehrwagen gespannt haben und unserem Pavillon. Kalli zaubert Essen für uns (gegrillte Hühnchenstücke mit selbstgemachten Joghurt-Dip, Sucuk, Paprika und weiteres) und wir sitzen alle in einer feuchtfröhlichen Runde bis spät in die Nacht zusammen.

Zwischenzeitlich fangen wir an zu musizieren und entlocken unserem Xaphon sowie einer mitgebrachten Blockflöte und Geige Bruder Jakob. Lyssi von Team Fehlzündung packt noch eine Nasenflöte und eine Ukulele aus und die Musikparty ist eröffnet. Wir beschließen mit allen 4 Teams die Zusatzaufgabe Musik zu erfüllen und dem OK mit unseren zugewiesenen Instrumenten ein weiteres Lied vorzuspielen. Das OK ist schnell gefunden und mit Kalli am Xaphon, Mo an der Trommel und dem Gesang, Sarah an der Geige und Simon an der Blockflöte rocken wir zu Smoke on the Water ab. Das OK ist begeistert; die anderen Teams baden in unserem Glanz, aber völlig egal, wir haben jede Menge Spaß. Das OK ist begeistert und verlangt eine Zugabe. Das einzige andere Lied, welches wir spielen können ist Bruder Jakob, alle sind begeistert. Wir erhalten unsere Stempel und der Israeli, der uns zuvor im Auto gefolgt ist entpuppt sich als Drummer Genie und spielt uns ein Schlagzeugsolo auf zwei Trommeln und allem, was ihm von den anderen Leuten vorgehalten wird. Den Rest des Abends sitzen wir um die Feuertonne von Bordercross und versuchen der Nasenflöte und dem Xaphon wohlklingende Töne zu entlocken bis wir alle ziemlich angetrunken ins Bett/Auto fallen. Vorab handelt Sarah mit Team Bordercross aus, dass Simon und Kalli ein Ersatzrad ihres Volvos bekommen, im Tausch gegen das Notrad und einige Bier. 2 Bier werden ausgehändigt, der Rest wird vergessen.

 

Tag 7 – Planänderung und ab nach Bogazkale

Aus einer ursprünglich kurz geplanten Etappe wurde nun eine 600km Etappe nach Bogazkale, einer Burg ziemlich mittig von der Türkei. Gefühlt sind wir den ganzen Tag auf Achse, jetzt zahlen wir den Preis für die durchzechte Nacht. Neben viel 2-spuriger Schnellstraße versucht Simon uns auch auf die kleinen schönen Straßen zu führen – erfolgreich. Da eine Straße noch nicht fertig gebaut ist sammeln wir erste Offroad Erfahrung, hier spielt der Dicke, Terrano Hoffnung, seine Qualitäten aus. Wieder auf befestigten Straßen fahren wir in die Dunkelheit, bis wir irgendwann ankommen. Vorbei an einem trügerischen Hotel, das mit der Aufschrift „Rallye Cars parking“ versucht die AOR Teilnehmer abzuzocken parken wir auf auf einem Feld vor der Burg und werden sofort von Kindern umlagert, die direkt nach dem ersten Hallo nach „Toys“ fragen und von einem zum anderen Rallyeteam ziehen. Von den ansässigen Ständen bekommen wir einige Spezialitäten und kombiniert mit unseren Vorräten futtern wir uns satt. Erschöpft vom Vorabend und der langen Fahrt geht’s diesmal früh ins Bett. An diesem Abend haben wir gelernt, dass Toilettenwagen in der Türkei mit Stehklos ausgestattet sind und kamen auch um diese Erfahrung nicht mehr drum um…

 

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