Tag 23

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Tag 23 - Auf nach Amman - heimwärts

Der Wecker scheppert um halb 4. Im Halbschlaf Zähneputzen die restlichen Sachen zusammenräumen, Frühstücksboxen abholen und los gehts. Im Laufe der Fahrt stellt es sich als enorm schlechte Idee heraus, das Motorrad mitzunehmen. Der Hinterreifen ist voll Öl, die Maschine hat fast den gleichen Verbrauch wie der Terrano. Also haben wir zu wenig Sprit dabei. Um diese Uhrzeit ist es aber relativ schwer eine offenen Tankstelle zu finden. Als alle Kanister leer sind, finden wir dann doch eine, die leider keine Kreditkarte nimmt, wo Simon für die letzten Quadlus noch ein paar Liter bekommt. Kurz darauf läuft uns nochmal Bobby, der Hund über den Weg. Terrano voraus mit etwa 130, direkt im Windschatten das Motorrad, bei dem zeitweise die Bremse aussetzt. Der Hund ist eigtl schon über unsere Spur, Mo lässt rollen und hat den Fuß über der Bremse. Aber als der Hund sich umentscheidet ist es bereits zu spät. Zum Wohle der Insassen und des Motorrads direkt hinter uns, macht der Terrano kurzen Prozess mit dem Hund. Simon kommt zum Glück nicht mehr in Kontakt mit diesem. Jetzt sind aber alle wieder wach und trauern um Bobby…

Kurz darauf noch eine Tankstelle mit Kreditkartengerät. In beide Fahrzeuge noch etwas Sprit und kurz nach 7 kommen wir zum ausgemachten Hotel. Und müssen beim dort eingecheckten Team IDNU feststellen, dass der Plan sich geändert hat und wir uns 500m weiter hinter einen Kreisel treffen. Hier sind schon BorderCross, die Desert Devils und BMW5ever. Niemand weiß wirklich wie es weitergehen soll. Niemand vom OK ist da. Nur 2 Leute die tun als würden sie auf uns warten, aber kein Wort Englisch sprechen. Theoretisch dürfen wir aber ohne Bestätigung, dass wir das Auto abgegeben haben, nicht aus dem Land. Zum Glück hat dann einer unseren jordanischen Kontaktmann am Telefon, der bestätigt, dass er die nötigen Unterlagen an den Flughafen gesendet hat. Der Moment des Abschieds kommt. Die Kennzeichen sind schon abgeschraubt, vieles verbleibt im Auto. Wir sind furchtbar traurig, das ist ein schwerer Moment. Einige Tränchen fließen, aber weil so viele Leute hier sind müssen wir uns ja zusammenreißen…

Der Transport zum Flughafen ist nicht gesichert, weswegen die Desert Devils ihren Vito benutzen um zuerst das Gepäck, dann auch uns an den Flughafen zu bringen. Zusammen mit Meh fahren wir im Gepäckraum mit

 

In der Gepäckkontrolle wird der CB Funk bemängelt. Ein weiterer Gutachter wird dazu geholt, der direkt einen weiteren dazu holt, der dann nur wissen will ob es ein militärisches Gerät ist und uns durch lässt. Sarah checkt für ihren Flug über Chicago nach Boston ein, Simon und Mo nach Frankfurt. Nach den Security Checks holen wir Kaffee und kümmern uns um die Frühstücksboxen. Dann ist ein weiterer Abschied angesagt. Sarah verabschiedet sich in die Business Lounge und wir müssen bald los. Das fühlt sich alles so falsch an. Simon, Mo und viele andere Rallye Teams sitzen jetzt im Flieger. Es gibt Frühstück, im TV kann sich jeder aktuelle Filme angucken. Ein bisschen fühlen wir uns jetzt wie Pauschaltouristen. Immerhin dreht der Flieger diesmal nicht um, so dass wir pünktlich nach Frankfurt kommen. Wir verabschieden uns von Meh und BorderCross.

Simon hat noch viel Zeit zu seinem Weiterflug nach Amsterdam, also ziehen wir uns erst einmal ein paar Bier und holen was zu futtern. Dann ist der nächste Abschied des Tages da. Simon fliegt weiter, ich (Mo) muss mit dem ICE nach Mannheim. Wie in Trance laufe ich zu meinem Zug. Der ist überfüllt, ich stehe im Gang. Kurz nachdem der Zug anrollt kommen 6 übergewichtige Pauschaltouristen, jeder mit einem riesigen Koffer, aus einem Abteil um sich mit in den überfüllten Gang zu stellen, nur um als erstes in Mannheim aussteigen zu können. Wie ich mithöre, kommen diese gerade von einer Kreuzfahrt - wie langweilig. Als wir in Mannheim ankommen, steige ich aus und fahre mit den Öffentlichen heim. Ich fühle mich wie ein Außenseiter; niemand hier weiß etwas von der Allgäu-Orient-Rallye oder den Abenteuern, die wir in den letzten Wochen erlebt haben. Wenn man ihnen davon erzählt halten sie einen oft für bekloppt, oder sind zumindest begeistert von der Idee, können es sich aber selbst gar nicht vorstellen. Mir fehlt mein Auto, mir fehlen meine Mitstreiter und auch all die anderen Teams - jetzt schon. Nie zuvor bin ich zurück aus einem Urlaub gekommen und habe mich nicht auch nur ein bisschen auf zu Hause gefreut. Ich habe ihn erfahren, den After-Rallye-Blues...

 

Ob ich selbst die Rallye nochmal mitfahren würde? - Ich weiß es nicht. Tatsächlich wäre es großartig die Stimmung und das Abenteuer nochmal mitzunehmen, mit all den Verrückten. Aber die Strecke und die Ziele habe ich nun schon gesehen, es gibt noch so viel mehr zu entdecken auf der Welt.

 

Ob ich die Rallye weiterempfehlen würde? - Zu 100%. Es ist ein großartiges Abenteuer. Man lernt viel über Land und Leute. Das Erlebnis ist in dieser Art einzigartig. Besser kann man Länder wie die Türkei, Israel und Jordanien in meinen Augen nicht bereisen, die Bevölkerung in drei Wochen nicht besser kennenlernen. Viel begeisterter gehe ich nun nach “Little Istanbul” in Mannheim und schaue mir die Köstlichkeiten an, die ich im Original nun ja aus der Türkei kenne.

 

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