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Tag 2 – Österreich – Slowenien – Kroatien – Serbien

Heute zählts. Bis abends wollen wir im SOS Kinderdorf in Kraljevo, Serbien sein. Da Demut

klackert und Hoffnung undicht ist, wird ein Baumarkt angesteuert um Hydrostößeladditiv und

Silikon zu besorgen. Außerdem wird die Zeit genutzt um die Biervorräte aufzufüllen. Am Mittag

erreichen wir die Slowenische Grenze bei Spielfeld, Beweisfoto und weiter nach Maribor, wo wir

eine Abzweigung zu früh abbiegen somit zwar etwas Zeit einbüßen, dafür aber eine schöne

kleine (und schlaglochübersäte) Straße an der Drau entlangfahren.

 

Ansonsten bleibt Slowenien ereignislos und nach etwa 150 slowenischen km sind wir in Kroatien. Was hier auffällt; es scheint kaum ein „außerorts“ zu geben, die Ortschaften scheinen nur eine Straße zu besitzen, und auf dieser sind wir unterwegs. Mit unserer Unsicherheit aus dem deutschen Straßenverkehr, halten wir uns an die Locals uns geraten so an einen LKW der manche Kurven mit 120 nimmt, die wir uns so nicht getraut hätten. So kommen wir gut voran, und als wir den LKW verlieren, halten wir uns an andere Einheimische bezüglich der Reisegeschwindigkeit. Spätestens als das AOR Rallyeschild von Demut fliegen geht und wir eine weitere Pause einlegen müssen um danach zu suchen wird klar; wir kommen deutlich langsamer voran als geplant.

Der Lichtblick an diesem Tag war eindeutig die von Teamkoch Kalli vorbereitete Überraschung: Es gab 2 kg selbstgemachtes Pulled Pork zu Mittag an einer Raststätte in Kroatien, das erwärmt und auf Brötchen verteilt eine Wohltat war. Noch während das Essen auf dem Gaskocher erwärmte, mussten Moritz und Basti wieder ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen: Das Fahrerfenster von Hoffnung wollte nicht mehr so wie wir. Nachdem vor der Rallye bereits dessen Motor nicht mehr funktioniert hatte, konnte Moritz die Leitungen mit dem Motor des hinteren Fensters verbinden. Leider ohne langfristigen Erfolg und so wurde das Fenster fixiert und professionell mit Panzertape abgesichert und sollte bis zum Ende der Rallye zwangsweise geschlossen bleiben.

So kommen wir bei einsetzender Dämmerung erst an die kroatisch-serbische Grenze. Der kroatische Grenzbeamte macht uns nervös, meinte wir würden nicht nur Kroatien, sondern ja die gesamte EU verlassen, als würden auf der anderen Seite der Grenze nur Barbaren sitzen, die darauf warten uns zu verspeisen. Er versicherte uns, dass wir unserer Ersatzreifen auch als solche ausweisen sollten und keinen Sprit mit einführen, dann könnte es klappen, und falls wir in Serbien nicht rein dürften, können wir gerne wieder beim ihm in Kroatien einreisen. Von der Panik angesteckt wollen wir den 20l Kanister, den wir am Morgen in Österreich gefüllt hatten lieber zwischen den beiden Grenzen in den Terrano leeren. Tankaufsatz vergessen und unser Improvisationstalent bescheren Basti, Moritz und Hoffnung Benzingetränkte Schuhe. Während unserer Aktion schleicht sich das Team #11 meh an uns vorbei und über die serbische Grenze. So lief es dann auch bei uns, ein nettes Hallo, ein Stempel in den Pass, und eine gute Weiterfahrt gewünscht – was für Barbaren! Kurze Raucherpause mit Meh sowie ein gemeinsames Grenzfoto und es geht weiter (Meh weigerte sich aus unbekannten Gründen auch den Rest unserer Schlagzeugs zu transportieren, die 3 Kombis schienen so schon überladen).

 

Im ersten Ort getankt und den netten Tankwart nach dem besten Weg nach Kraljevo gefragt. Er hat alle Stationen aufgeschrieben und wir uns mit einem Schäffler Bräu Bier bedankt. In der späten Abenddämmerung ging es los. Schnell war klar, dass es hier deutlich mehr Schlaglöcher gab, als bisher, so dass Demut, das Navigatoren und Führungsfahrzug mit Hoffnung Plätze tauschten. In Hoffnung sitzt man höher und hat mehr Leuchtstärke, sodass gefährliche Schlaglöcher einfacher ausgespäht werden können. So ging es dahin, bis sich herausstellte, dass Serbien deutlich bergiger ist, als vermutet und wir im stockdunklen einen Pass gefahren sind, der nicht aus Asphalt sondern nur noch aus Asphaltflicken bestand. Durch die so herabgesetzte Durchschnittsgeschwindigkeit kommen wir erst nach 12 Uhr nachts in Kraljevo an, empfangen leider nicht von den Angestellten, sondern nur von einer riesigen Bande Straßenhunde, die uns bellend follgten. Das Finden eines Lagers stellte sich als schwieriger heraus, wir hatten gehört es sei gefährlich in Serbien unbewacht zu campieren. Also haben wir 2 Ansprüche, nämlich so ländlich, dass der Toilettengang möglich ist, aber so nach an der Stadt, dass wir nicht nachts überfallen werden. Nach einem Toilettengang außerhalb der Stadt, entscheiden wir uns auf dem Wohnblockparkplatz gegenüber des Kinderdorfs zu campieren. Dadurch, dass die Hundebande einem anderen Auto gefolgt ist, hatten wir kurz Zeit uns zu positionieren. Die Matratze in Hoffnung ist weiterhin nass, auch wenns es nicht mehr geregnet hat, seit wir aus Österreich raus sind. In einer Pause unterwegs haben Basti, Sarah und Moritz noch die Dachreling mit Panzertape abgedichtet.

 

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