Tag 18 - 19

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Tag 18 – Yericho - Jordan River Crossing – Kirche und Beduinendorf und Zelt al Hambra

Am nächsten Morgen geht es los Richtung Jordanien. Da niemand ins Roadbook geschaut hat, sind wir noch auf dem alten Stand, dass wir zum King Hussein Grenzübergang müssen. Kurz vor Jericho trennen wir uns. Volvo und Nissan wollen durch das Palästinensergebiet in Jericho fahren, während Schorsch noch an den Jordan will um die Tagesaufgabe zu erfüllen und Jordanwasser zu sammeln. Ein Schild vor Jericho weist darauf hin, dass Israelis das Gebiet nicht betreten dürfen. Wir fahren an einer Kontrolle vorbei und werden kurz danach von einer Militärstreife angehalten. Unsere Pässe werden gecheckt, dann dürfen wir weiterfahren. Jericho sieht deutlich heruntergekommener aus, als alles was wir bisher von den biblischen Stätten sahen. Hier sind viele zerstörte Gebäude und Brachflächen zwischen den Straßen. Die Stadt ist aber schnell durchfahren und wir sind zum Grenzübergang unterwegs. Es sind nur ein paar Kilometer weiter. Hier aber die Überraschung: niemand hat uns erwartet. Wir versuchen den Grenzbeamten zu sagen, was wir vorhaben, müssen allerdings warten. Team 6 kommt vorbei und klärt uns auf; es ist der falsche Grenzübergang. Wir fotografieren das Roadbook und fahren dann los RIchtung Jordan River Grenzübergang. Unterwegs hören wir kurz Schorsch im CB Funk, leider aber zu weit weg. In der Zwischenzeit haben sie das Jordanwasser geholt, die exakte Stelle stand auch im Roadbook. Es sind etwa 100km zum Grenzposten. Wir finden ihn recht schnell und nach kurzer Zeit reiht sich Schorsch hinter uns ein. Bis wir aus Israel raus sind und in Jordanien rein, gehen bestimmt 5 Stunden rum. Zeit genug, schnell im provisorischen Duty Free Cola und eine Stange Zigaretten für die Suchtis unter uns zu besorgen. In Jordanien müssen wir durch 3 Stationen durch. Was auffällt: überall wo “Nicht rauchen” steht, muss unbedingt geraucht werden, die Grenzbeamten machen es vor. Rebeccas Reisepass wird erst mal eingezogen wegen Ungereimtheiten, die Bearbeitung der anderen braucht auch ihre Zeit. Zu guter Letzt bekommen wir alle unsere Pässe wieder. Nach der Grenze fahren wir in RIchtung der ältesten Höhlen-Kirche der Welt. Das beste: Straßenverkehrsordnung ist wieder aufgehoben für Rallyefahrzeuge. Auf dem Weg verfransen wir uns etwas und fahren deshalb über Irbid. Als die Tanks langsam zur Neige gehen, müssen wir feststellen, dass man an vielen Tankstellen hier nur Bar zahlen kann. Dank Verständigungsproblemen zwischen Kalli und dem Tankstellenwart, wird das erst im Nachhinein klar. Zum Glück hat Kalli noch einige US-Dollar dabei, welche hier auch ein gern gesehenes Bezahlmittel sind. In Irbid müssen wir trotzdem anhalten und Bargeld holen. Rebecca will den Stop gleich nutzen um eine Sim-Karte zu organisieren. Der Rest steht mit den Autos an einer Straßenseite und gefühlt jeder, der vorbeikommt - egal ob Taxi, Familie im Auto oder Leute zu Fuß - alle freuen sich uns zu sehen und winken uns zu oder fragen, was wir hier treiben.

 

Bis wir in Rihab ankommen - dort befindet sich die angeblich älteste Höhlen-Kirche der Welt - wird es schon dunkel. Wir finden den Weg nicht und fragen einen Einheimische, der uns hin bringt. Unterwegs müssen wir anhalten, denn etwa 30 Kinder haben die Straße mit Felsbrocken blockiert. Als wir vorbei kommen, werden auch manche Autos mit Steinen beworfen. Das Ganze ist etwas unheimlich, einige hängen sich an Autos und lassen sich mitschleifen. Als wir halten werden wir dann angebettelt, bzw. die Kinder gehen direkt ans Auto und bedienen sich. Die Polizei versucht sie wegzuscheuchen, nicht sehr erfolgreich. Da es schon dunkel ist, die Kirche nicht beleuchtet und auch noch für jeden Eintritt kosten soll, wollen nur Simon und Kalli rein, um das Bild fürs Roadbook zu schießen. Der Rest bewacht die Autos. Am Ende sind wir froh von der ganzen Hektik hier wieder weg zu kommen und unser Fahrerlager zu suchen, welches wir sogar recht zügig finden, aber nur da Floh vom OK mit seinem Explorer direkt am Straßenrand steht und alle blendet. Wir fahren auf ein Feld. Da es dunkel ist, drehen wir eine extra Runde und fragen nochmal nach bei Floh, bevor wir dann Schlussendlich das Camp auf einem Acker finden. Hier wurde ein großes Beduinenzelt für uns aufgebaut. Ausgelegt mit Teppichen und Sitzkissen. Wir werden mit Tee versorgt und die Frauen müssen alle Fotos mit den Scheich-ähnlichen Figuren hier machen. In der Zwischenzeit werden zumindest Tische aufgebaut, die aussehen, als würden wir auch noch was zu essen bekommen. Sehr gut! Schließlich wird Mansaf aufgetischt. Das sind große Platten, voll mit Reis und Nüssen. Obenauf liegt Hammelfleisch, zumeist noch am Knochen. Eine kalte Soße aus Ziegenmilch wird dann frisch darüber gegossen und gegessen wird: mit der rechten(!) Hand den Händen.

Im Anschluss werden wir noch in den traditionellen jordanischen Tanz eingeführt. Außer Kalli fühlt sich heute abend sonst niemand aus dem Team nach Tanzbär. So geht’s bald ins Bett.

Und auch heute ist das Fazit: Die 49cent Schaufel tut alle Dienste, die sie soll :-)

 

Tag 19 – Auf nach Amman – Essen mit allen Day’s Inn Hotel

Heute sollen die restlichen Schulranzen abgegeben werden. Der Plan ändert sich mehrfach, aber dann kommen doch die Schulkinder im Beduinenzelt vorbei und werden mit den Ranzen beglückt. Danach geht es in Kolonne zu der Schule, welche dieses Jahr unterstützt wird mit den Verkäufen aus dem Auto. Wir bekommen einen ultra süßen Kaffee, können in das Gästebuch schreiben und uns umsehen. Das Beeindruckendste für uns? Man darf hier rauchen. Der Herr, der uns empfangen hat, hat sich direkt eine angesteckt. In der Schule rauchen? Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Danach schließen wir uns mit Fehlzündung, Meh, Team 101 und den Kamelroas zusammen. Erstes Etappenziel: syrischen Grenze. Diese ist dicht und als wir halten um ein Gruppenfoto zu schießen kommen schon die ersten, die “no foto” rufen. Als sie sehen, dass wir Blondinen dabei haben, kann man natürlich mit denen ein Foto schießen… Im Anschluss geht’s Luftlinie Richtung Amman, also über die kleinstmöglichen Straßen. Nachdem die Drohne der 101er und die Kamera von Simon abhanden gekommen sind, muss eine Zwangspause her. Doch beide Dinge werden wieder gefunden, auch wenn die Kamera etwas ramponiert wurde durch den Sturz in den Straßengraben. Kurz nach der Pause zerreißt leider die Kolonne, so dass wir Schorsch, die 101er und Teile von den Roas verlieren. Leider finden wir auch vor dem Hotel nicht mehr zusammen. Im Hotel wollen wir unbedingt in den Pool, der sich als schweinekalt herausstellt. Rebecca und Basti sind schon in die Altstadt gefahren und feiern mit den Einheimischen ihren Nationalfeiertag. Der Rest beschließt mit den anderen Teams in eine Restaurantempfehlung für gutes jordanisches Essen zu gehen. Am Abend wollen wir uns dann im Hotel treffen und das Roadbook finalisieren. Das Essen ist tatsächlich überragend, allerdings auch ziemlich teuer. Völlig voll treten wir den Heimweg an und beschließen heute gar nichts mehr zu finalisieren, sondern nur noch ins Bett zu fallen.

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