Tag 16 - 17

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Tag 16 – Dorf des Friedens, Aufgaben Weingut/Skulpturpark und die Negev Wüste

Am Morgen in Tel Aviv am Hafen bei brausenden Wellen als Hintergrundgeräusch entschädigt in jedem Fall für die leider nicht vorhandene Toilette. Es werden bei bereits brütend heißen 30 Grad die letzten Gässchen von Tel Aviv erkundet, bevor es weitergehen muss. Heute stehen einige Stopps auf dem Plan. Zuerst fahren wir zum Dorf des Friedens (Neve Shalom). Hier leben Juden und Moslems bewusst und freiwillig zusammen und erziehen auch ihre Kinder gemeinsam und in Frieden. Für die Kinder im Dorf haben wir in Oberstaufen einige Scout Schulranzen mitbekommen, die wir sorgfältig bis Israel transportiert haben. Nachdem wir einmal quer durchs Dorf sind, finden wir die Kinder und geben drei unserer Ranzen mit der Aufschrift Israel ab. Die leuchtenden Kinderaugen sind unbezahlbar und jedes Kind erkundet gleich den zusätzlichen Inhalt. Da scheinbar nicht alle Teams pünktlich sind, werden wir vom OK gebeten, auch unseren Schulranzen, der eigentlich für Jordanien gedacht war, abzugeben. Mit jeder Menge mehr Platz und dem mittlerweile obligatorischen Stieleis vom Kiosk geht es weiter. Nächster Halt ist ein Weingut auf einem Hügel, dabei geht es durch einen kleinen Skulpturenpark mit Schotterpisten. Am Weingut angekommen empfängt uns Orli und es gibt leckere Fladen mit Frischkäse oder Schokolade gefüllt. Wir futtern uns satt und lösen die Aufgaben. Da Kalli von einem Weingut kommt und einige Flaschen dabei hat, tauschen wir mit dem Besitzer des Gutes, der auch bereits 2 Jahre in Europa die Weinkultur kennenlernen durfte, 2 Flaschen Gewürztraminer aus - International Weinverständnis. Als wir los wollen weist uns Orli darauf hin, dass am nächsten Checkpoint noch niemand ist und wir uns etwas Zeit lassen sollen, also fahren wir gemütlich einkaufen, immerhin ist der heutige Schlafplatz in der Wüste und keiner weiß so genau, was uns erwartet. Hummus, Pita und Bier; erstaunlicherweise relativ billig: dank eines Sonderangebotes bekommen wir 3 Holsten für 10 Shekel (oder israelische Quadlus, wie wir sie nennen). Das entspricht etwa 80 Cent pro Bier. Die Kühlboxen werden voll geladen und weiter gehts zum nächsten Stop. Hier gilt es eine alte Höhle zu besichtigen, in der vor Unzeiten unsere Vorväter Tauben gezüchtet haben. Bei etwa 40° im Schatten ist der Marsch in der prallen Sonne nicht sehr angenehm. Als Gegenleistung bekommt jeder ein Ton-Fläschchen, in das, so heißt es, wir noch Jordan Wasser einfüllen müssen. Jetzt gehts auf direktem Weg zur Negev Wüste.

Hier fahren wir ins Rehabilitationscenter Desert Spirit - ein Dorf zur Wiedereingliederung von Suchtkranken und ihre letzte Chance vor langjähriger Gefängnisstrafe. Für dieses Dorf haben wir die Musikinstrumente mitgebracht (erinnert Euch an den Tausch des leider nur halben Schlagzeuges beim Start…). Als wir vom Parkplatz kommen, wird erst einmal gejammt mit den Bewohnern. WIr lernen ein israelisches Lied (Shir la’ahava), in dem es um Freundschaft und Frieden geht und nach einer kleine Kaffee- und Kekse-Runde sowie einem Film über das Dorf ist es an der Zeit, Bruder Jakob vorzuspielen. Wenn man bedenkt dass die meisten ihr Instrument vor 16 Tagen zum ersten Mal in der Hand hatten, ist es gar nicht mal so schlecht. Zwei besonders talentierte Dorfbewohner spielen uns auch noch etwas vor. Nachdem wir unsere Instrumente und unsere Sachen für die Flohmarktaufgabe abgegeben haben gehts los zu Nachtlager. Nicht jedoch, ohne vorher noch etwas auf dem Sandboden herumzupreschen und vor dem Sonnenuntergang noch ein Foto der Autos zu schießen. Die Beschreibung zum Nachtlager ist nicht sehr präzise, deshalb irren wir etwas herum, bevor wir uns mit BorderCross zusammaneschließen und die Ebene mitten in der Wüste finden. Die israelischen Teilnehmer der Rallye, die allesamt von der Grutarallye kommen, haben einen Truck mit Essen, Getränken und Partymusik vorbereitet. Hier erfahren wir auch mehr über die Grutarallye; es handelt sich hierbei um eine Autofahrt, quer durch Israel und zwar über Strecken, die theoretisch 4x4 Antrieb erfordern. Die Teilnehmer fahren sie jedoch allesamt mit Kleinwagen, die nicht mehr als 700€ kosten dürfen. Die Bilder sind spektakulär, viele Passagen kann man nur mit mehreren Autos und Helfern schaffen, so dass teilweise 5 Personen auf der Motorhaube sitzen, damit genug Abtrieb auf der Vorderachse ist. WIr sind angefixt, vielleicht müssen wir hier auch mal mitfahren. In der Nacht wird es noch extrem windig und Sand fliegt durch die Luft. An sich kein Problem, nur da es keine Toiletten gibt, muss das Geschäft unter freiem Himmel getätigt werden. Nur so viel: die kleine Schaufel, die wir für 49 Cent aus Deutschland mitgebracht haben, rechnete sich auf jeden Fall schon in der Negev Wüste...

 

Tag 17 – Vorbei am Toten Meer nach Jerusalem

Heute steht nur eine Aufgabe an; im Ben Gurion Nationalpark müssen wir ein Bild in seiner berühmten Pose aufnehmen - ein Kopfstand.Das Ziel für den abend steht fest: Jerusalem. Da Donald Trump zu Besuch in Jerusalem ist, wird uns empfohlen die lange Route am Toten Meer entlang zu nehmen und für einen Badestop zu halten. Ab 18:00 hätten wir den Parkplatz in Jerusalem sicher, eventuell geht es auch schon ab 16:00. Da Rebecca und Basti heute lieber allein unterwegs sind, trennen wir uns kurz vor dem Toten Meer. Terrano Hoffnung und Volvo Demut fahren an der westlichen Küste des toten Meeres nach Norden. Mit dem südlichen Ausläufern sind es über 100 km. Ein kleines Offroad-Abenteuer endet leider schon nach 30m. Leider kommt man nirgendwo bis ans Wasser, dabei wurden uns lauter “Free Beaches” versprochen (P.S: Schorsch hat einen gefunden ;). Am nördlichsten Ende müssen wir dann doch zu einem Bezahl-Strand für 12€ pro Person. Sei es drum; viele Andere Rallyeteams sind auch hier und wir müssen doch auf jeden Fall ins Tote Meer! Etliche Touristen sind vor Ort, das tut dem Erlebnis des “Schwebens auf dem Wasser” keinen Abbruch. Es fühlt sich merkwürdig an, aber großartig. Solange bis etwas ins Auge geht, oder aber man hat kleinste Wunden am Körper. Dann brennt das Salzwasser wie verrückt, so musste Kalli unter anderem blind an der Hand aus dem Wasser geführt werden, bis er sich das Salzwasser aus dem Gesicht wischen konnte. Wir entspannen etwas, gehen duschen und dann gehts weiter nach Jerusalem. Der Parkplatz ist gut versteckt, am 1. Bahnhof von Jerusalem, aber wir finden ihn. Schorsch war schon vor uns da, und die zwei Insassen sind von ihrem Marsch in die Stadt vorzeitig zurück gekommen, da sie uns im Verkehr erspäht haben. Wieder im Team vereint laufen wir in die Altstadt von Jerusalem, hier müssen wir an der Klagemauer noch eine Fotoaufgabe erfüllen. Da ein Nationalfeiertag ist, scheint überall viel gefeiert und auch gebetet zu werden. Auf unserem Weg den Berg hoch in die Altstadt kommen wir an einem Stadion vorbei. Von oben hat man einen recht guten Blick auf die Menschenmassen unten, die hier gerade ein Konzert bejubeln. Die Altstadt selbst ist voller Touristen und voller Läden und Restaurants für Touristen. Entsprechend suchen wir eine Weile bis wir ein angemessenes einheimisches Restaurant im Armenischen Viertel finden. Auf dem Weg zum Parkplatz wird nochmal an der öffentlichen Toilette gehalten. Gegenüber findet auch ein kleines Konzert statt mit dem gechilltesten Gitarristen der Welt, der aussieht als würde er schlafen, aber sein Hände sind flink an der Gitarre. Zurück am Auto gibt es noch eine Runde Bier und direkt im Anschluss eine Runde Bett.

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