Tag 10 - 11

Du willst helfen?

Unser Spendenkonto

Team Oogklep

IBAN: DE79 1001 0010

0069 3671 28

BIC: PBNKDEFF

weitere Infos

Ihr wollt unser Projekt unterstützen und dabei noch coole Prämien abgreifen?

Team Oogklep Crowdfunding

zum Projekt

Wer uns unterstützt:

Tag 10 – Ephesos und Huzur Park

Morgens gab es eine Autokolonne zu einem riesigen Frühstücksbuffet, unser Team hatte es erstmals geschafft, nicht nur die ersten in der Kolonne sondern vor allem die ersten am Buffet zu sein. Nachdem alle satt sind beschließen wir die anschließende Autokolonne durch die Stadt auszulassen. Eigentlich steht ein nicht ganz so kilometerreicher Tag stand bevor – Huzur Park in Usak lautet das Ziel laut der morgendlich verteilten DIN A 4 Kopie bei Abfahrt. Nach kurzem Studium der Karte stellte Simon uns die möglichen Routen vor, alle nicht sehr rallye-geeignet oder Spaßgaranten, wie es aussah. Was nun? Laut Rebeccas mitgebrachtem Türkei Reiseführer gab es 2 Möglichkeiten: Zwei UNESCO Welterbe Ausgrabungen lagen in mehr oder weniger Reichweite. Zum Einen Troja, eine Touristenattraktion vom Feinsten mit nachgebautem großem Holzpferd sowie den original Ausgrabungen oder aber Ephesos (nach dem das berühmte Efes Bier benannt sei), eine antike Stadt, die von Archäologen ausgehoben wurde. Schnick, Schnack, Schnuck und nach kurzer Abwägung traten wir die 400km (???) nach Ephesos an. Vorab ging es noch direkt ans Meer mit einer netten Küstenstraße, weit oberhalb vom Meer. Hier haben wir Steine ins Meer geworfen (zumindest wir waren davon überzeugt, dass es bis ins Meer gereicht hat).

 

Der Weg nach Ephesos bot ein einziges Highlight: Kallis Geschwindigkeit von 80km/h bei eigentlich erlaubten 20km/h bei der Mautstelle kurz vor der Attraktion. Das automatische Mautgerät gab komische Sirenentöne von sich, aber nach 1km war das glücklicherweise nicht mehr zu hören…. Angekommen gegen 17.30Uhr erfuhren wir, dass wir lediglich noch 1-1,5h zur Besichtigung übrig hatten vor Schließung. Da wir schon mal da waren, haben wir trotzdem den vollen Preis gezahlt und waren begeistert. Bei heißen 30 Grad konnten wir sehen, wie die Menschen zu der Zeit gelebt hatten und im Amphitheater den Echo-Effekt am eigenen Leib erfahren. Nach geschichtsträchtigen 1,5h und gefühlten 12km zu Fuß hieß es Vollgas und ab zum Fahrerlager, bevor die Nacht anbricht.

Doch der Hunger trieb und auf zwei Drittel der Strecke in ein Restaurant am Straßenrand, in dem sich lediglich Einheimische befanden. Nach kurzem Staunen, ob wir tatsächlich dort essen wollten, wurden wir bedient wie die Könige, von selbstgemachtem Ayran bis hin zu Lahmacun, Pide und Grilltellern und dem obligatorischen Cay fehlte es an nichts. Bevor wir letztendlich weiterfahren konnten, bestand die gesamte Crew auf ein Foto mit uns und unseren Autos vor dem Restaurant. Anscheinend sieht man nicht alle Tage Touris, die den Weg von Deutschland mit dem Auto antreten. Mittlerweile bildeten wir uns fast ein, das ein oder andere Wort türkisch zu verstehen, englisch war leider bisher in der Türkei nur selten eine Verständigungsoption, dann noch eher deutsch, da gefühlt jeder 5. Hier einen Verwandten in Deutschland hat.

Mit hoher Geschwindigkeit näherten wir uns dem Fahrerlager. Um 23Uhr begannen wir etwas über der Uhrzeit zu bangen, immerhin hatte Navigator Simon um 24 Uhr Geburtstag. Bisher hatten wir das absichtlich nicht erwähnt, waren aber insgeheim top vorbereitet – mit waschechtem Geburtstags-Baklava (anstelle einer Torte) sowie eines Teamfotos, einer Geburtstagskarte sowie Geburtstagskerzen zum Auspusten waren wir bewaffnet. Um 23.50 Uhr waren wir noch 20km vom Fahrerlager entfernt und es wurde improvisiert. Das baldige Geburtstagskind schlief ohnehin seelenruhig auf dem Beifahrersitz von Demut. Basti übernahm die Navigation und wie die Faust aufs Auge erreichten wir um 23.59Uhr eine Tankstelle an der Schnellstraße und konnten Simon wie geplant mit einem Lied und den Kerzen pünktlich gratulieren.

Tag 11 – Offroad Canyon und Dalyan

Nachdem alle außer Simon (erwischt von einer Erkältung) selbst gebührend in seinen Geburtstag reingefeiert haben sowie (mal wieder) trotz lauen 20 Grad an der Feuertonne von Team Bordercross versackt sind, ging es morgens wieder weiter.

Dalyan hieß das Tagesziel, dort hatte die Rallye letztes Jahr bereits geendet. Bereits im Vorfeld hatten wir ein Hotel gebucht um die Ecke des Fahrerlagers, natürlich für weniger als 11,11€ p.P. Man schürte die Erwartungshaltung, Dalyan sei ein schönes Fleckchen Erde, erzählten uns bereits Dagewesene.

Aber zuerst auf den Stadtplatz von Usak. Hier empfängt uns der Bürgermeister um einige Worte zu verlieren und uns in seiner Stadt willkommen zu heißen. Aus jeder Teilnehmernation wird ein Vertreter mit einem Teppich beglückt, außerdem bekommt jeder einen Seidenschal geschenkt. Dann geht es los in den Ulubey Canyon, den zweitgrösten Canyon der Welt (nach Länge). Wir haben die Erlaubnis mit unseren Rallye-Fahrzeugen über die Schotterpisten durch den Canyon zu heizen. Nach einem kleinen Stop an einer alten Brücke, in der wir versehentlich ins Bild des Interviews mit OK Mitglied Nadir und dem türkischen Fernsehen platzen, geht’s los. Wir hatten unterwegs schon asphaltierte Straßen, die schlechter waren, wie die Schotterpisten hier, also war es kein Problem für alle Autos unterwegs und wir kamen heil wieder aus dem Canyon. Nun ging es über verwinkelte kleine Passstraßen nach Pamukkale. Hier bietet sich ein eigenartiges Naturschauspiel; auf den kleinen Berghängen sind strahlend weiße Kalkablagerungen. In den Kalkterassen gibt es auch kleine natürliche Pools. In diese darf man leider nicht mehr, nur in ein extra dafür angefertigtes Becken. Wir beschließen, dass wir uns den Eintritt nicht leisten, sondern auf dem öffentlichen Teil hochklettern, uns hier umsehen und ein schönes Gruppenfoto zu machen. Auf dem Parkplatz sind auch einige andere Rallyeteam zu sehen. Mittlerweile ist es auch schon wieder später Nachmittag und wir versuchen schnellstmöglich nach Dalyan zu kommen. Wir finden den Rallyeparkplatz, dieser ist allerdings ziemlich überfüllt, so dass wir beschließen die Autos am Hotel abzustellen. Dieses ist auch recht bald gefunden, und wir eingecheckt. Es ist direkt um die Ecke des Parkplatzes, gemütlich eingerichtet und hat eine riesige Dachterrasse mit Couches und Matratzen. Aber erst mal was zu essen finden. Wir entscheiden uns für den Kebapladen, an dem wir bei Einfahrt das OK haben sitzen sehen. Schnell merkt man, dass wir in einer touristischen Gegend sind, überall gibt es Ramsch zu kaufen und das Essen ist auch relativ teuer. Zum ersten Mal auf unserer Reise treffen wir viele Touristen, vor allem aus Deutschland und England. Zurück im Hotel geht’s für Sarah, Kalli, Simon und Mo auf die Dachterasse mit einem Bier und einigen Zigaretten. Hier treffen wir auch einen Slowenischen Motorradfahrer, der uns wiedererkennt; er erzählt uns, dass er uns schon in Ephesos gesehen hatte. Wir tauschen uns etwas aus und gehen dann ab ins Bett.

 

Follow us on: